Gemeinsam für Morgen

Wertvolle Messer und ein bisschen Mittelalter

Wertvolle Messer und ein bisschen Mittelalter

Jagsthausen  Andreas Ulbrich eröffnet am Wochenende seine Messer-Manufaktur mit Souvenirshop in Jagsthausen. Die geplante Feier mit Mittelaltermarkt muss wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

Von Katharina Müller

Wertvolle Messer und ein bisschen Mittelalter
Andreas Ulbrich (rechts) und sein Mitarbeiter Kieran Shane Crew freuen sich auf die Eröffnung der Messermanufaktur mit Souvenirshop.Foto: Ralf Seidel

Mit seinen selbst geschmiedeten Messern hat sich Andreas Ulbrich in den vergangenen Jahren nicht nur in der Mittelalter-Szene einen Namen gemacht. Nun verkauft der 41-Jährige seine wertvollen Einzelstücke auch in seinem neuen Geschäft in Jagsthausen.

Dort, direkt an der Hauptstraße, gibt es zudem Souvenirs, schließlich geht in Jagsthausen nichts ohne Götz von Berlichingen und die Burgfestpiele. So heißt Ulbrichs Laden auch „Er aber, sag’s ihm“, angelehnt an das berühmte Zitat aus dem Goethe-Stück: „Sag deinem Hauptmann: Vor Ihro Kaiserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken!“

Kein Mittelaltermarkt wegen der Corona-Krise

Eigentlich hätte zur Eröffnungsfeier von „Er aber, sag’s ihm“ am Wochenende 2. und 3. Mai auch ein Mittelaltermarkt im Ortskern stattfinden sollen. Hier hat die Corona-Krise Ulbrich allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir wollen das so schnell wie möglich nachholen“, sagt der Messer-Schmied, der mit einer Show-Schmiede normalerweise viele Monate im Jahr auf Mittelaltermärkten unterwegs ist.

Etwas Gutes hatte die Corona-Krise aber: Ulbrich war einer von elf Kleinunternehmern, die für das Unterstützungsprojekt „Gemeinsam für Morgen“ der Campus Founders, der Stadt Heilbronn und der Heilbronner Stimme ausgewählt wurden. Ein Team von Experten gestaltete für die Messermanufaktur Ulbrich zum Beispiel in kürzester Zeit eine Homepage und einen Socialmedia-Auftritt. „Ich bin ohne Ende glücklich und dankbar. Als ich die Homepage zum ersten Mal gesehen habe, sind mir die Tränen gelaufen.“ Er habe bereits viele Anrufe und Nachrichten bekommen und ist zuversichtlich, dass zur Eröffnung am Wochenende trotz Corona-Krise viele Besucher kommen.

Ein wenig Normalität zurückbringen

Eröffnen wollten der Messer-Schmied und sein Mitarbeiter Kieran Shane Crew um jeden Preis. „Wir möchten ein bisschen Normalität zurückbringen“, erläutert Ulbrich. Jagsthausen sei so ein schönes Dorf und immer einen Ausflug wert. Er achte in seinem Laden selbstverständlich auf Hygiene- und Abstandsregeln. Auch Sicherheitspersonal sei engagiert.

Rund um eine imposante Holztheke sind die Regale im „Er aber, sag’s ihm“ bereits eingeräumt. Hier gibt es Keramik, hergestellt in Jagsthausen, Becher und Krüge, Mittelalter-Bedarf, Servietten, Karten und vieles mehr zum Stöbern und natürlich Einkaufen.

Jedes Messer ist ein Einzelstück

In einer Vitrine präsentiert Ulbrich ein paar seiner Messer sowie edle Lederscheiden. Jedes Messer ist ein Einzelstück, hergestellt aus einem einzigen Stück Stahl. „Die Manufaktur arbeitet nur auf Anfrage“, erklärt Ulbrich.

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